Wissen mit Erfahrung ist 

Wertschätzung und Akzeptanz

Wissen ohne Erfahrung ist einfach nur Theorie. 

Moin Moin aus Nordfriesland!

Falls du dich wunderst warum es keine Einführungsseite zu der Thematik FASD gibt: 
Ich bin mir einfach ziemlich sicher, dass, wenn du bis hierher gefunden hast, FASD auch in deinem Leben bereits ein Thema ist.

Ich bin Anja Bielenberg und seit 30 Jahren Mutter von leiblichen und (Pflege) Kindern. Seit fast zwei Jahrzehnten begleite ich mein erstes (Pflege) Kind mit FASD und damit gehört FASD als Beeinträchtigung in unser Familienleben. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der ich nichts über FASD wusste, wirklich verzweifelt war und nur durch einen Zufall bei Recherchen im Internet einen Artikel aus Amerika fand, der mein erstes (Pflege) Kind exakt beschrieb. Ich war verwundert, erleichtert und traurig.

Einerseits erkannte ich deutlich den zusätzlichen Bedarf für das Kind außerhalb unserer (Pflege-)Familie und konnte es auch benennen. Anderseits hatte ich keinerlei Ahnung von gut formulierter Antragstellung, den Rechten hierzu insgesamt. Vor allem nahm die Suche des richtigen Adressaten und Ansprechpartners unglaubliche Zeit in Anspruch. Nicht zuletzt schien mein (Pflege) Kind das einzige auf der ganzen nordfriesischen Welt zu sein, das FASD hatte. Bis zur Diagnose dauerte es letztendlich viele Jahre. Und es dauerte ebenso lange, bis die Diagnose ihrer fetalen Alkoholschäden hier als „Selbstverständlichkeit“ angenommen wurden.

Mit meiner Erfahrung, dem Wissen, das ich mir angeeignet hatte, kam der Mut. Endlich fühlte ich mich nicht mehr elend und missverstanden. Jetzt war ich in der Lage, selbstbewusst Ansprüche zu formulieren und durchzusetzen. Wie oft war ich bis dahin zurecht gewiesen worden, hatte mich immer und immer wieder erklären müssen, war von A nach B geschickt und stetig wieder auf Tag X vertröstet worden. Manchmal erntete ich auch Bewunderung. Gebracht hatte die aber auch nichts, denn Hilfe und Unterstützung hat es in den ersten Jahren wenig gegeben.

Ich habe das blaue Nest konzipiert, weil ich mir eine solche beratende Unterstützung seinerzeit selbst gewünscht hätte. Als Hilfe zur Selbsthilfe. Übrigens: Sicher werde ich auch Hin und Wieder hinter der Hand verstohlen als Selbsternannte bezeichnet. Dat mokt mi nix!

Denn: Der mir täglich angetragene Bedarf von Eltern zeigt einmal mehr, dass meine Idee vom
blauen Nest den wunden Punkt trifft. Elterngerechte Wissensvermittlung ohne viel Gedöns, Inhalte werden reduziert verständlich dargestellt. Die Energie, die für das Familienleben gebraucht wird, sollte nicht in Dauerschleifen an falscher Stelle und in aufreibenden Gedanken sinnlos verbrennen. Die Energie sollte dahin fließen, wo sie gebraucht wird: zu Euch in die Familien! Und natürlich sind mir Experten der verschiedenen Fachgebiete mit Fragen und Anregungen genauso herzlich willkommen in der Beratung und in dafür vorgesehenen Vorträgen um Teil dieser Verselbständigung zu sein. 

Auch mehren sich die Anfragen von Assistenten und Schulbegleitern und anderen guten Begleitern. Systemisch gehören sie mit zu uns Pflegefamilien und können deutlich zur Qualität der Voraussetzungen unserer Kinder im Alltag beitragen. Hier wird es ab Mai 2023 eine auf den Bereich zugeschnittene Zertifizierung geben, Anfragen / Warteliste ab sofort. 
Voraussetzungen und Modalitäten hierzu findet ihr in Kürze unter Module.

Ich habe zwei Pflegekinder mit FASD mit SBA 
( Schwerbehindertenausweis) und PG (Pflegegrad), 
und ein mittlerweile volljähriges Pflegekind, eine junge Erwachsene. 
Wir leben in einer Pflege-Wohngruppe nach §38a SGB XI wie eine ganz normale Familie und nun auch schon als Betreuungsfamilie (Nachbetreuung/ Unterbringung in fachlich gebotener Pflegefamilie für Volljährige) nach § 80SGB IX.

Wir sind besonders und einzig, wie jede andere Familie eben auch.

       

       Bitte beachte:

  • Ich arbeite mit keinem Träger zusammen
  • Ich vermittle Wissen zur weiteren eigenen individuellen Verwendung 
  • Ich biete Hilfe zur Selbsthilfe
  • Ich berate individuell 
  • Ich bin Inhaberin der Praxis www.hybido.de
  • Ich bin Vorstandsmitglied bei Happy Baby International e.V., 

      Botschafterin und dort Unterstützerin der Kampagne Happy Baby No Alcohol